„Davon haben wir nichts gewusst“
Erinnerungskultur in der dritten Nachkriegsgeneration
Mehr als 80 Jahre nach dem Holocaust leben kaum noch Zeitzeug*innen. Was die Enkelgeneration heute zur historischen Verantwortung Deutschlands sagt, untersucht ein gemeinsames Projekt deutscher und israelischer Wissenschaftler*innen.
Erste Befunde zeigen: Familien, in denen offen über die NS-Zeit gesprochen wurde, befürworten heute eine Verstärkung der historischen Aufarbeitung. Persönliche Schuldgefühle erhöhen die Bereitschaft zur Wiedergutmachung. Und je mehr der Holocaust die eigene Identität prägt, desto eher wird konkrete Begegnung mit Nachfahren der anderen Seite gesucht – auch wenn abstrakte Versöhnung schwerfällt.
Der Vortrag stellt die Befragung zum Thema Schuld, Wiedergutmachung und Versöhnung in Deutschland vor.
- Kursnummer: 26240
- Kursbeginn: Di. 10.11.2026, 19.00 Uhr
- Kursart: Präsenz
- Kursdauer: 1 Termin
- Kursort: Karl Rahner Akademie
- Anmeldeschluss: 10.11.2026 15:00 Uhr
- Gebühr: 14,00 € / 7,00 € ermäßigt
Anmeldung:
möglich
Prof. Dr. Heiko Beyer
Lehrstuhl für Soziologie mit Schwerpunkt politische Kulturen sozialer Ungleichheit, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Kurstermine 1
| Termin | Datum | Uhrzeit | Ort |
|---|---|---|---|
| Termin-Nummer: 1 | Dienstag, 10.11.2026 | 19:00 - 20:30 Uhr | Karl Rahner Akademie, Jabachstr. 4-8, 50676 Köln |