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frank & frei: Wozu noch Theologie? Von Relevanz und Risiken einer Wissenschaft

(Gesprächsreihe)

Der Begriff „Lebenswissenschaften“ umfasst eine ganze Reihe von Forschungszweigen. Die Theologie gehört nicht dazu. Dabei hat doch gerade jene Disziplin, die sich per Definition mit dem lebendigen Gott befasst, auch mit seiner Schöpfung zu tun. Aber wo wird das für die Menschen, gläubige und nicht gläubige, erfahrbar? Woran lässt sich erkennen, dass Theologie relevant ist für das eigene Leben? Und welche guten Gründe gibt es für Theologie an staatlich finanzierten Universitäten?


In seinem Talkformat „frank & frei“ möchte Moderator Joachim Frank herausfinden, ob und wie Theologie heute möglich und lebensdienlich ist. Dazu bringt er Menschen aus der theologischen Wissenschaft und aus der seelsorglichen Praxis miteinander ins Gespräch.



Teil 1, Donnerstag, 1. Februar, 19 Uhr
Leben zwischen Gelingen, Brüchen und Neuanfängen

Annelie Bracke

Diplom-Psychologin und Theologin

Leiterin der Katholischen Telefonseelsorge Köln
Prof. Dr. Dr. Jochen Sautermeister

Professor für Moraltheologie, Universität Bonn

Anmeldung Einzeltermin sowie weitere Details hier: 24151_1



Teil 2, Dienstag, 26. März, 19 Uhr
Gotteswort weiblich und die Gleichberechtigung der Geschlechter
Prof.in Dr. Julia Knop
Professorin für Dogmatik, Universität Erfurt
Dr. Annette Jantzen
Pastoralreferentin, Bistum Aachen
Anmeldung Einzeltermin sowie weitere Details hier: 24151_2


Teil 3, Mittwoch, 22. Mai, 19 Uhr
Dogmatik in der Morgenandacht
Prof. Dr. Michael Seewald
Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte, Universität Münster
Peter Otten
Pastoralreferent, Erzbistum Köln
Anmeldung Einzeltermin sowie weitere Details hier: 24151_3


Ein Anlass für die Reihe ist eine durch Víctor Manuel Fernández ausgelöste Diskussion. Der neue Präfekt des römischen Dikasteriums für den Glauben (früher „Glaubenskongregation“) hat kurz nach seinem Amtsantritt einen Relevanzverlust namentlich der deutschen Theologie behauptet. Es gebe hierzulande „keine Theologen auf dem Niveau derjenigen, die in der Vergangenheit so bedeutend waren“.

Nun könnte man fragen, was der argentinische Erzbischof aus interkontinentaler Entfernung von der deutschen Theologie wahrgenommen und was er aus lehramtlicher Perspektive goutiert haben mag. Michael Seewald, Dogmatik-Professor in Münster und daselbst Nachnachfolger so illustrer Gelehrter wie Joseph Ratzinger, Karl Rahner oder Herbert Vorgrimler, geht einen anderen Weg. Zum einen sieht er die Theologie „wohl oder übel in einer Schicksalsgemeinschaft mit der Kirche“, deren Wort und Beitrag in der Gesellschaft insgesamt nicht mehr so gefragt ist wie noch vor 20, 30 oder 40 Jahren. Zum anderen habe sich die Kirchenleitung abgeschottet gegen (Erneuerungs-)Impulse aus der theologischen Wissenschaft. Was Theologen heute sagen oder schreiben, sei – anders als früher – „für die dogmatische und organisationale Entwicklung der katholischen Kirche völlig irrelevant“.

Seewald empfiehlt seinen Kolleginnen und Kollegen deshalb, sich von der Schelte aus Rom nicht beeindrucken zu lassen, „sondern in Ruhe ihrer Arbeit nachzugehen“ – und vielleicht gerade dadurch zu beeindrucken. Die Reihe „Wozu noch Theologie“ geht der Frage nach, wie diese „beeindruckende Theologie“ aussehen könnte.


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Status:Keine Anmeldung möglich Keine Anmeldung möglich

Kursnr.: 24151

Beginn: Do., 01.02.2024, 19:00 - 20:30 Uhr

Dauer: 3 Termine

Kursort: Karl Rahner Akademie

Gebühr bei Voranmeldung: 25,00 € (ermäßigt 12,50 €)

Anmeldeschluss: 01.02.2024 15:00 Uhr


Datum
01.02.2024
Uhrzeit
19:00 - 20:30 Uhr
Ort
Jabachstr. 4-8, Karl Rahner Akademie
Datum
26.03.2024
Uhrzeit
19:00 - 20:30 Uhr
Ort
Jabachstr. 4-8, Karl Rahner Akademie
Datum
22.05.2024
Uhrzeit
19:00 - 20:30 Uhr
Ort
Jabachstr. 4-8, Karl Rahner Akademie


Derzeit keine Online-Anmeldung möglich


Karl Rahner Akademie

Jabachstraße 4-8
50676 Köln
0221 801078-0
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