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"Sonaten oder Fantasien - was liegt am Namen!" (Gesprächskonzert)

Entstehung, Wandel und Formen der Klaviersonate

Von der Einführung des Begriffs 'Klaviersonate' im Jahre 1692 bis in das Zeitalter der Romantik erlebte diese bedeutende Form zahlreiche Transformationen, von der einsätzigen, zweiteiligen Form der italienischen Barock-Komponisten bis hin zu ihrer Ankunft in der Wiener Klassik. Dabei nutzte kaum ein Komponist die typischen Merkmale der dort etablierten Sonatenhauptsatzform (periodischer Aufbau, kontrastierende Themen, Gliederung in Exposition, Durchführung und Reprise) allein zur Erfüllung der Formvorlage.
Mit der Epoche der Romantik, ihrem Freiheitsdrang und ihrer starken Affinität zur Literatur, erfuhr die Sonatenform eine zunehmend freiere Behandlung. Improvisatorischer Charakter und Elemente der 'Fantasie' kamen hinzu, man experimentierte mit Monothematik und zyklischer Satzverbindung, und nicht selten wurde ihr eine poetische Beschreibung oder Erzählung zugrunde gelegt. Manche Komponisten nannten sie zunächst 'Fantasie', dann 'Sonate', dann doch wieder 'Fantasie', was schließlich zu R. Schumanns Ausspruch »Also schreibe man Sonaten, oder Fantasien (Was liegt am Namen!)« führte.
Fantasieähnliche Sonaten, oder sonatenähnliche Fantasien wurden vor allem von F. Schubert, F. Mendelssohn und R. Schumann komponiert, bis schließlich F. Liszt seine »Fantasia quasi Sonata: Après une Lecture de Dante« schrieb, mit der er Beethovens »Mondscheinsonate« (Sonata quasi una Fantasia) umkehrte und eine Sonate endgültig zur »sinfonischen Dichtung« werden ließ.
Worum es sich dabei handelt und weitere Fragen werden im Vortragskonzert besprochen und am Flügel veranschaulicht.
Die musikalische Begabung von Jamina Gerl erregte früh Aufmerksamkeit: bereits mit 15 Jahren wurde sie als Vollstudentin an der Hochschule für Musik und Tanz Köln angenommen. Nach ihrem Orchester-Debüt von der New Yorker Presse als »Rachmaninov-Bezwingerin« gefeiert, ist sie heute mit zahlreichen internationalen Preisen dekoriert, u.a. gewann sie bei der American Protégé Concerto Competition in New York den 1. Preis und den Best Performance Award. Gerls Debüt-CD »Wanderer« wurde vom FONO FORUM zur CD des Monats gekürt; Konzerte und Wettbewerbserfolge führten sie bereits in renommierte Konzertsäle wie die Carnegie Hall, Steinway Hall New York, den Beethoven-Haus Kammermusiksaal, die Illsley Ball Nordstrom Recital Hall, Mannes College Concert Hall, Tonhalle Düsseldorf und Munetsugu Hall Nagoya.

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Kursnr.: 18038

Beginn: Mi., 05.12.2018, 10:00 - 12:30 Uhr

Dauer: 1 Termin

Kursort: Karl Rahner Akademie

Gebühr bei Voranmeldung: 13,00 € (ermäßigt 7,00 €)

Hinweis zur Anmeldung: Voranmeldung bis spätestens 1 Werktag vor Veranstaltungsbeginn


Datum
05.12.2018
Uhrzeit
10:00 - 12:30 Uhr
Ort
Jabachstr. 4-8, Karl Rahner Akademie


Jamina Gerl
Portrait © Tobias Vollmer
Derzeit keine Online-Anmeldung möglich


Karl Rahner Akademie

Jabachstraße 4-8 | 50676 Köln
Fon 0221 - 801078-0
Fax 0221 - 801078-22
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