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"Es wird nie mehr sein, wie es vorher war"   Rückblicke

23. Juni, live und digital: Pater Klaus Mertes, Johanna Beck, Generalvikar Markus Hofmann und Ulla Stollenwerk diskutieren mit Norbert Bauer über Ziele und Grenzen der Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt.

Für seine Rolle bei der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals wurde Klaus Mertes mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Dem ehemaligen Schulleiter am Canisius Kolleg in Berlin ist klar: „Solange es der Kirche primär um die Wiedergewinnung von Glaubwürdigkeit geht, werden alle Bemühungen zur Aufarbeitung kontraproduktiv sein.“ Neue Wege müssten beschritten werden, so Mertes weiter. Hilfreich können dabei die Erfahrungen der Supervisorin Ulla Stollenwerk sein. Sie wird angefragt, wenn in einer Kirchengemeinde oder Kindertagesstätte Missbrauchsfälle angezeigt werden. Ihre Erfahrung zeigt: „Es wird nie mehr sein, wie es vorher war.“

Davon ist auch Johanna Beck, Mitglied im Betroffenenbeirat der Deutschen Bischofskonferenz, überzeugt: „Die Vergangenheit kann nicht mehr rückgängig gemacht werden – aber sie muss handlungsleitend für die Gegenwart und für die Zukunft sein.“ Wie schwierig sich Aufarbeitung gestaltet, erlebt auch Markus Hofmann als Generalvikar des Erzbistum Kölns. Papst Franziskus schickte zwei Visitatoren nach Köln, die die komplexe Situation beurteilen sollten.

Im Saal der Karl Rahner Akademie stehen entsprechend der Corona-Schutzverordnung 25 Sitzplätze zur Verfügung. Interessierte können die Diskussion live verfolgen. Hierfür ist neben der Anmeldung ein Negativ-Test oder Immunisierungsnachweis erforderlich. Zusätzlich wird das Podiumsgespräch live übertragen.

23. Juni 2021 um 19 Uhr

Teilnahme in Präsenz

Teilnahme digital

 

oben: ©Heinz Heiss, ©pro-Norbert Schäfer, unten: ©Erzbistum Köln/Grabowsky, ©privat
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