Religiöse Vielfalt im Iran (Dienstag 18.06.) |   Neuigkeiten

Persönliche Erfahrungen einer Exkursion anhand von Filmaufnahmen

Datum: Di 18 Juni

Uhrzeit: 19-21 Uhr

Ort: Karl Rahner Akademie

Anmeldung: Bitte hier klicken

(Studierende haben freien Eintritt.)

 

Die Islamische Republik Iran steht in der internationalen Wahrnehmung nicht unbedingt für religiöse Toleranz. Und sicherlich ist in Bezug auf den heutigen Umgang mit religiösen Minderheiten Kritik angebracht. Nichtsdestotrotz lebt immerhin die größte jüdische Community des Nahen Ostens (abgesehen von Israel) ausgerechnet in Iran. Mindestens drei Religionen haben ihren Ursprung in diesem Land. Dieser religiösen Vielfalt hat sich das Orientalische Seminar der Universität zu Köln in einer Exkursion gewidmet, wo zum Beispiel die Klöster St. Stephanus und St. Thaddäus besucht wurden. Kirsten Bückers (Ethnologin & Iranistin), Stephanie Zeiler (Islamwissenschaftlerin) und Hassan Celebi (Philosoph und Islamwissenschaftler) haben an der Exkursion teilgenommen und werden ihre Eindrücke schildern und zu den wichtigsten Glaubensrichtungen einschließlich der in der iranischen Verfassung nicht geschützten religiösen Minderheiten referieren.

Michael Briefs, freier ARD-Autor und Islam- und Literaturwissenschaftler hat die Reise begleitet und wird zu Beginn der Veranstaltung private Filmaufnahmen präsentieren.

Michael Briefs hat den Iran mehrfach bereist und 1994 in Isfahan Persisch studiert. Der Journalist berichtet unter anderem im Deutschlandfunk und in ARD-Hörfunksendern über Indien, Pakistan, Afghanistan, den Vorderen Orient und Nordafrika. Er geht in seinem Video-Vortrag (mit persönlichen Erfahrungen und O-Tönen der Seminarleiterin und Studierenden) auf die wirtschaftliche Misere und die aktuelle Bedrohungslage ein, um sich dann auf den kulturellen Reichtum iranischer Metropolen wie Teheran, Qom, Isfahan, Hamadan und Yazd zu konzentrieren. Briefs erzählt vom Alltag in einer Welt, in der Toleranz zwischen Schiiten, Zoroastriern, Juden und Christen, aber auch Gastfreundschaft oberstes Prinzip gilt.

In der anschließenden Diskussionsrunde stehen alle vier Referent*innen für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung.

Klicken Sie bitte hier, um sich für die Veranstaltung anzumelden.

"Spring Girls" (Grab von Khaled Nabi, Iran) (Foto: Hasan Almasi/Unsplash)
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