Ostern in der Karl Rahner Akademie   Rückblicke

Mit drei kurzen Texten aus unterschiedlichen Perspektiven möchten wir Ihnen von unserer Seite Anstöße für dieses außergewöhnliche Osterfest anbieten:

 

Nichts zu suchen…Verschlossene Kirchen – leere Gräber

Um der Kontaktsperre Nachdruck zu verleihen, wurden in manchen Städten Platzverbote ausgesprochen. In der biblischen Erzählung verhängt der Engel am Grab auch ein Platzverbot. Die Frauen sind gezwungen, Jesus woanders zu suchen. Professor Hans-Joachim Höhn, der an der Universität zu Köln systematische Theologie lehrt, fragt anlässlich dieser Szene, wo in der aktuellen Situation der rechte Ort ist, um Gott zu suchen.

Jesu Tod – ein Fall von Höherer Gewalt?
Aktuell wird diskutiert, ob die Corona-Pandemie ein Fall »Höherer Gewalt«, ein »act of God« darstellt. Manche schwadronieren gar vom Virus als einer Strafe Gottes für eine verstockte und sündige Menschheit. Auch beim Tod Jesu am Kreuz wird  gelegentlich vom »act of God« gesprochen. Hat Gott, der Vater, das grausame Sterben seines Sohnes beabsichtigt? Ist Jesus ein Opfer »Höherer Gewalt« mit Namen Gott? Gedanken zu Corona und Karfreitag von Dr. Werner Höbsch, Vorsitzender des Trägervereins der Karl Rahner Akademie

Von der Sinnlichkeit der Leere
Eine der Urszenen christlichen Theaters liegt in der ausgestellten Leere des Grabes. Gegenwärtig erleben angesichts der Corona-Pandemie viele Menschen eine ähnliche Leere. Diese Leere ist kaum aushaltbar. Deswegen wurde ihr schon immer mit Bildern und Musik begegnet. Dr. T. Sofie Taubert, Studienleiterin Kultur,  zeigt in ihrem kulturgeschichtlichen Beitrag die unterschiedlichsten ästhetischen Strategien auf, die Leere zu füllen.

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