Jüdin sein in Deutschland

Jüdin sein in Deutschland   Neuigkeiten

Am 8. Juni um 20 Uhr eröffnen wir unsere digitale Veranstaltungsreihe „Eine Stunde mit …“. Erste Gesprächspartnerin ist die aus Berlin zugeschaltete Politikerin und Publizistin Marina Weisband. Mit ihr erörtern Norbert Bauer und Sofie Taubert, was es bedeutet, Jüdin zu sein in Deutschland.

Marina Weisband hat Ende Januar 2021 im Deutschen Bundestag eine viel beachtete Rede zum Holocaustgedenktag gehalten: „Jüdin in Deutschland zu sein bedeutet, durch seine bloße Existenz die Erinnerungen der Shoa und des modernen Antisemitismus, von Schuld und Versöhnung in sich zu tragen. Ich höre sehr oft von Menschen, dass wir die Einteilung in Schubladen lassen sollen - schwarz und weiß, jüdisch oder nichtjüdisch, homo oder hetero. Dass wir einfach nur Menschen sein sollen. Und das ist eine wirklich schöne Vision", erklärte Weisband. "Ich will dahin. Aber 'einfach nur Mensch sein' ist ein Privileg derer, die nichts zu befürchten haben aufgrund ihrer Geburt. 'Einfach nur Mensch sein' bedeutet, dass jüdisches Leben unsichtbar gemacht wird. (…) Wenn wir wirklich das Ziel haben, dass es egal sein soll, wie man geboren wurde – dann müssen wir den Finger in diese Wunden legen und wir müssen benennen, wer allein aufgrund seiner Geburt um einen Platz in der Welt kämpfen muss und wer nicht.“

Im einstündigen Gespräch mit Marina Weisband geht es darum, welche Strukturen und Haltungen verändert werden müssen, damit ihre Vision 'einfach nur Mensch sein' Wirklichkeit werden kann.

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© Lars Borges
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